Pressemeldung

| Ausgezeichnete Lehrkräfte, Vorbildliche Schulleitung
| Sachsen

„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2023: Auszeichnung in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ für Jana Bioly vom Julius-Mosen-Gymnasium Oelsnitz, Vogtland / Zweiter Preis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ für Angelika Gruß, Gregor Hascher, Patrick Deppe und Nikolaos Papathanassiou von der Paul-Robeson-Schule, Oberschule der Stadt Leipzig

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus zwölf Bundesländern: Baden-Württemberg (Ludwigsburg, St. Blasien), Bayern (Baldham/Vaterstetten, Feuchtwangen), Berlin (2x), Brandenburg (Wittstock), Hamburg, Niedersachsen (Marienhafe-Moorhusen), Nordrhein-Westfalen (Gütersloh, Köln 2x), Rheinland-Pfalz (Ludwigshafen), Sachsen (Leipzig, Oelsnitz/Vogtland), Sachsen-Anhalt (Halberstadt), Schleswig-Holstein (Flensburg), Thüringen (Schleusingen). Über 8.500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird // Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2023 sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung // Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2023 ist Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung // Neue Runde des Wettbewerbs bereits gestartet, Bewerbungen bis 15. September 2024 über www.lehrkraeftepreis.de

Berlin/Hanau, 29. April 2024 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wett­bewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen mit einer Auszeichnung in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ und einem zweiten Preis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ geehrt.

Christian Piwarz, Staatsminister für Kultus des Freistaates Sachsen: „Der deutsche Lehrkräftepreis schafft es, den Scheinwerfer auf die hervorragende Arbeit unserer vielen Lehrkräfte zu richten, die mit Herzblut ihre Schülerinnen und Schüler für das Lernen begeistern. Sie führen sie jedes Jahr aufs Neue zu einem guten Schulabschluss. Sie sind die Helden und Heldinnen, die mit ihrer Arbeit ein Stück die Welt retten. Sie hinterlassen Fußstapfen bei ihren Schützlingen, die dazu beitragen, die gesellschaftlichen Heraus­forderungen zu meistern.

Genauso eine Lehrerin ist Jana Bioly vom Julius-Mosen-Gymnasium in Oelsnitz. Sie hat bei ihren Schüle­rinnen und Schülern Eindruck hinterlassen durch Engagement, ihr Interesse an den Jugendlichen und einen spannenden, praxisnahen Unterricht. Die Begeisterung für ihre Arbeit und ihr Können haben die Jugend­lichen gespürt.

Der beste Lohn für eine Lehrkraft ist der Dank von den eigenen Schülern. Aber auch als Kultusminister möchte ich mich ganz herzlich für die verdienstvolle Arbeit von Jana Bioly bedanken. Sie steht stellvertre­tend für viele andere Lehrkräfte, die jeden Tag, auch in schwierigen Zeiten, ihr Bestes geben – nicht meckern, sondern machen. Sie sehen ihren Job als Berufung und machen viel mehr als Dienst nach Vorschrift. Sie sind der entscheidende Faktor für guten Unterricht. Unsere guten Ergebnisse bei nationalen und internationalen Bildungsvergleichen haben wir ihnen zu verdanken. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern wichtige soziale Kompetenzen und sind mit ihrem Engagement ein Vorbild. Ihre Arbeit trägt Früchte und das sollten wir alle zusammen wertschätzen.

Ich freue mich, dass in diesem Jahr auch eine Schulleitung aus Sachsen ausgezeichnet wurde. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ ging ein hervorragender 2. Platz an die Schulleiterin Angelika Gruß und an ihr Team Gregor Hascher mit Patrick Deppe und Nikolaos Papathanassiou von der Paul-Robeson-Schule, Oberschule der Stadt Leipzig. Eine gute Schulleitung ist die Basis für eine positive Lern- und Lehrumgebung. Klare und direkte Kommunikation, Feedback-Kultur, kollegiale Zusammenarbeit auf Augenhöhe und offen für Innovationen, damit schaffen die Schulleiterin und ihr Team eine motivierende, harmonische Arbeitsatmosphäre für die Lehrkräfte, was sich wiederum positiv auf die Lernergebnisse der Schüler auswirkt. Das kontinuierliche Überprüfen der eigenen Arbeit, Flexibilität und Anpassung an neue Herausforderungen zeichnen eine gute Schule aus. Die Oberschule macht nicht erst mit diesem Preis auf sich aufmerksam, sondern ist schon durch viele andere Auszeichnungen und Projekte bekannt. Und auch hier gilt das Motto: Anpacken und machen. Als Kultusminister möchte ich mich herzlich für so viel Einsatz bedanken. Das Beispiel steht stellvertretend für unsere sächsischen Oberschulen, die trotz vieler Heraus­forderungen hervorragende Arbeit leisten. Sie gehören viel mehr ins Rampenlicht.“

Zu den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gehört Jana Bioly, Lehrerin für Mathematik und Chemie sowie Fachleiterin für den mathematisch-natur­wissenschaftlichen Bereich am Julius-Mosen-Gymnasium in Oelsnitz (Vogtland).

Die Preisträgerin wurde von ihren Schülerinnen und Schülern der letzten beiden Abschlussjahrgänge für die Auszeichnung nominiert. Bei Jana Bioly hoben diese ihre Empathie und das Engagement, das tiefe Interesse an Schülerinnen und Schülern, die praxisnahe und spannende Unterrichtsvermittlung, außer­schulische Aktivitäten und die individuelle Förderung besonders hervor. Sie habe außerdem immer ein offenes Ohr. Spitzname: „unsere Mathemuddi“.

Zitiert aus der Nominierung: „Die acht Jahre Mathematik oder eher gesagt die acht Jahre mit einer wundervollen Lehrerin, welche immer über den Tellerrand schaut, haben uns geprägt und wir alle werden uns immer mit Freude daran erinnern.“ Und: „Frau Bioly lebt für ihren Job und ihre Schüler und sie ist die absolut beste Lehrerin, die man sich nur vorstellen kann.“

In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ wählte die Jury drei Preisträgerinnen und Preisträger bzw. Teams aus, die von ihren Kollegien vorgeschlagen wurden. Der zweite Preis ging an Angelika Gruß und Gregor Hascher mit Patrick Deppe und Nikolaos Papathanassiou von der Paul-Robeson-Schule, Ober­schule der Stadt Leipzig. Das Kollegium schätzt an der Schulleitung, dass sie zahlreiche Gestaltungsmög­lichkeiten von Unterricht und Schulleben initiiert und organisiert, um der Schülerschaft eine vielfältige Bildungspalette anzubieten. Es gäbe klar definierte Verantwortungsbereiche für die Lösung konkreter Aufgaben und kontinuierliche Evaluation zur Optimierung der gemeinsamen Arbeit sowie eine laufende Anpassung an die Erfordernisse. Zudem kümmere sich die Schulleitung intensiv um Integration und Inklu­sion, sie schaffe den erforderlichen Raum für Medien- und Demokratie-Erziehung. Das Kollegium werde in Entscheidungsprozesse einbezogen, auf transparente Kommunikation und eine Feedback-Kultur wird geachtet. Der Schulleitung sei es wichtig, gemeinsam das Schulleben mit Freude, Erfolg und gegenseitigem Respekt zu gestalten und sie lobe Leistungen und Ergebnisse der pädagogischen Arbeit des Kollegiums in der Öffentlichkeit.

Zitiert aus der Nominierung: „Das Kollegium ist überzeugt, unter einer der besten Schulleitungen arbeiten zu dürfen.“ Und: „[…] haben wir auch keine Befürchtungen zu experimentieren, Neues auszuprobieren und den Mut aufzubringen, Fehler als Orientierung und Motivation anzuerkennen, um uns in unserer Arbeit und Selbstwahrnehmung weiterzuentwickeln. Wir besitzen die Gewissheit, dass wir volles Vertrauen genießen, und deshalb ist unser berufliches Wirken an der Paul-Robeson-Schule für uns freudvoll und erfüllend.“

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird 2023 in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahres aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder in der Gesamthöhe von 60.000 Euro (inkl. Teilnahme an einem jährlichen Exzellenzcamp) sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden.

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildung entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2023 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel): Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Winfried Gosmann, Schulamtsdezernent in Nordrhein-Westfalen a.D.; Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2023; Peter Haase, Schulleiter in Bremen a.D.; Lilly Härtig, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen; Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content Cornelsen Verlag; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckard Klieme, Research Fellow in der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen beim DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main; Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin-Stiftung; Lutz Roschker, Vorstand PwC-Stiftung; Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D.; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertraten Martin Fugmann, Vorstand und Geschäftsführer der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs.

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2023 ist Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung; Förderpartner sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung.

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung.

Für Rückfragen:

Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176 / 17 84 29 57

Deutscher Philologenverband, Michael Anders, Tel. 0179 / 42 49 358

E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de

Der Wettbewerb

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Er geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Philologenverbands DPhV und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Im Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wurden die zwei Konzepte „Unterricht innovativ“, durchgeführt von 2003 bis 2008 vom Deutschen Philologenverband, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Industrieforschung, und „Pisagoras – Deutscher Lehrerpreis“ miteinander verknüpft. Initiatorin von „Pisagoras“ war Prof. Susanne Porsche.

Die Heraeus Bildungsstiftung

Die Heraeus Bildungsstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau. Sie setzt sich seit über 55 Jahren für Bildungsthemen ein und konzentriert sich seit mehr als 20 Jahren auf Führungs- und Strategiefragen sowie Personal- und Organisationsentwicklung in Schulen. Die Stiftung vermittelt Schulleitungen und Lehrkräften Kompe¬tenzen in Management-, Kommunikations- und Führungsfragen. Mit ihren bundesweiten Veranstaltungen unterstützt sie jährlich über 9.500 Schulleiter und Schulleiterinnen und Lehrkräfte in ihrer Arbeit. Seit 2017 wird sie vom Hessischen Kultusministerium mit der Qualifizierung für Schulleiter und Schulleiterinnen in Hessen (QSH) beauftragt, andere Bundes¬länder schlossen sich dem inzwischen an. Daneben fördert die Heraeus Bildungsstiftung mit interdisziplinären Dialog-Veranstaltungen den Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und greift dabei aktuelle, bildungsrelevante Themen auf. Mehr Infos unter www.heraeus-bildungsstiftung.de.

Der Deutsche Philologenverband (DPhV)

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundesländer. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrerbildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrerverbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im „dbb beamtenbund und tarifunion“ und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, die Erhaltung des Gymna¬siums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwicklung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de

Schirmherrin

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung

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Thorsten Timmerarens
Heraeus Bildungsstiftung
Tel. 0176 / 17 84 29 57
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Victoria Hildebrand
Deutscher Philologenverband
Tel. 0179 42 49 358
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