Pressemeldung

| Vorbildliche Schulleitung
| Berlin

„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2023: Dritter Preis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ für Dr. Thomas von Pluto-Prondzinski von der Robert-Jungk-Oberschule / Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ für Leonie Bücker und Nina Wegner vom Albert-Einstein-Gymnasium

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus zwölf Bundesländern: Baden-Württemberg (Ludwigsburg, St. Blasien), Bayern (Baldham/Vaterstetten, Feuchtwangen), Berlin (2x), Brandenburg (Wittstock), Hamburg, Niedersachsen (Marienhafe-Moorhusen), Nordrhein-Westfalen (Gütersloh, Köln 2x), Rheinland-Pfalz (Ludwigshafen), Sachsen (Leipzig, Oelsnitz/Vogtland), Sachsen-Anhalt (Halberstadt), Schleswig-Holstein (Flensburg), Thüringen (Schleusingen). Über 8.500 Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler beteiligten sich am Wettbewerb, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband durchgeführt wird // Förderpartner der Wettbewerbsrunde 2023 sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung // Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2023 ist Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung // Neue Runde des Wettbewerbs bereits gestartet, Bewerbungen bis 15. September 2024 über www.lehrkraeftepreis.de

Berlin/Hanau, 29. April 2024 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger aus Berlin geehrt: mit dem dritten Preis in der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ sowie dem Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ des Cornelsen Verlags in der Kategorie „Unterricht innovativ“.

Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin: „Ich freue mich sehr, dass drei Berliner Pädagoginnen und Pädagogen beim renommierten Deutschen Lehr­kräftepreis ausgezeichnet wurden. Unsere Preisträger stehen für vorbildliches Schulleitungshandeln sowie für innovativen Unterricht und damit für genau das, was gute Schule ausmacht: Erstens eine umsichtige Schulleitung, die die Kolleginnen und Kollegen mitnimmt und klare Ziele für eine gute Schul­entwicklung verfolgt. Und zweitens abwechslungsreicher Unterricht auf der Höhe der Zeit, der die Schülerinnen und Schüler bei der Wissensvermittlung aktiv einbezieht und auch komplexe naturwissen­schaftliche Themen spannend und altersangemessen aufbereitet. Herzlichen Glückwunsch an den stell­vertretenden Schulleiter der Robert-Jungk-Schule sowie an die beiden Chemie-Lehrerinnen, die für ihren Unterricht am Einstein-Gymnasium ausgezeichnet wurden! Mit Tatkraft und Offenheit zeigen sie, wie man Großartiges erreichen kann und holen das Beste aus sich heraus, für Schülerinnen und Schüler und für ihre Kolleginnen und Kollegen. Das ist die beste Werbung für den Beruf, die man sich wünschen kann.“

In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ wählte die Jury drei Preisträgerinnen und Preisträger bzw. Teams aus, die von ihren Kollegien vorgeschlagen wurden. Der dritte Preis ging an Dr. Thomas von Pluto-Prondzinski von der Robert-Jungk-Oberschule Berlin, integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe und staatliche Europaschule Berlin (SESB) Deutsch-Polnisch Berlin Charlottenburg-Wilmers­dorf. Das Kollegium schätzt an Dr. Thomas von Pluto-Prondzinski, dass er in klar definierten und effektiv aufgebauten Organisationsstrukturen entscheidet, die effizient funktionieren und allen Beteiligten die Teilhabe an der Entscheidungsfindung sowie deren Umsetzung ermöglichen. Er sei ein „Innovations-Thinktank“ und eine Motivationsquelle. Während der Pandemie eröffnete er einen YouTube-Kanal, ließ Lehrkräfte wie Schülerinnen und Schüler im Homeschooling Lernvideos produzieren und ermöglichte daraus die Entstehung des Kanals „TuttoCapito Berlin“ mit zurzeit über 600 Videos. Die „Post-Krisen-Zeit“ geht er innovativ an durch die Organisation von Wettbewerben, der Entwicklung von digitalen Lern­methoden, der Förderung von Inklusion und Sprachentwicklung auf unterschiedlichen Lernleistungs­niveaus, insbesondere als Ansporn für Schülerinnen und Schüler, um den entstandenen Lücken entgegenzuwirken und das Sozialverhalten positiv weiterzuentwickeln. Dr. Thomas von Pluto-Prondzinski schaffe eine Kultur der Kollegialität, der Hilfsbereitschaft und des Miteinanders. Er ermögliche jeder Lehrkraft Engagement, Kreativität und Innovation.

Zitiert aus der Nominierung: „Dr. Thomas von Pluto-Prondzinski besitzt eine wertschätzende, tolerante und respektvolle Grundhaltung. Er lässt Individualität zu und nutzt und schätzt die Vielfalt unseres Kollegiums.“ Und: „Er ist ein atemberaubender Stratege mit Weitblick und ein beispielloser Feldherr fürs Wegefinden.“

In der Kategorie „Unterricht innovativ“ ging der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“ des Cornelsen Verlages an Leonie Bücker und Nina Wegner vom Albert-Einstein-Gymnasium für ihr Projekt „Grüne Chemie – für mich, für dich und unsere Zukunft“. Grüne Chemie als aktueller Forschungszweig widmet sich der Erschließung umweltverträglicher, abfallvermeidender, material- und energiesparender und sicherer industrieller Prozesse und Produkte. Im projektbasierten Wahlpflichtunterricht erprobten die Schülerinnen und Schüler den kreislauforientierten Ansatz der „Grünen Chemie“ und verbanden diesen praxisnah mit einer ökonomisch-nachhaltigen Produktentwicklung. Durch kreative Experimente und Versuchsabläufe lernten sie dabei u.a., wie sich nachhaltige Kosmetikprodukte herstellen, gesunde Nutzpflanzen kultivieren oder Stoffkreisläufe schließen lassen. Im Rahmen des Unterrichts erhielten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zum freien Experimentieren, um so einen Einblick in das Denken im Sinne einer Balance der ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit zu gewinnen. Dabei wurden sie befähigt, einen selbst gewählten chemisch-technischen Prozess nach den zwölf Prinzipien „Grüner Chemie“ zu gestalten, zu untersuchen bzw. zu optimieren oder andere physikalische Projekte zu realisieren.

Zitiert aus den Gutachten: „Der Unterricht erscheint sehr handlungs- und praxisorientiert, ist fächerübergreifend und innovativ. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem aktuellen Thema konfrontiert, was für sie von großer Relevanz ist, und auf das sie aktiv Einfluss nehmen können.“ Und: „Aktueller gesamtgesellschaftlicher Bezug, Nachhaltigkeit, Lernmotivation aus dem jugendlichen Alltag heraus.“

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird 2023 in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahres aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus werden zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder in der Gesamthöhe von 60.000 Euro (inkl. Teilnahme an einem jährlichen Exzellenzcamp) sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden.

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildung entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2023 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel): Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB); Winfried Gosmann, Schulamtsdezernent in Nordrhein-Westfalen a.D.; Katharina Günther-Wünsch, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin, Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2023; Peter Haase, Schulleiter in Bremen a.D.; Lilly Härtig, Vorsitzende Landesschülerrat Sachsen; Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content Cornelsen Verlag; Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft; Prof. Dr. Dr. h.c. Eckard Klieme, Research Fellow in der Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen beim DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main; Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin-Stiftung; Lutz Roschker, Vorstand PwC-Stiftung; Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D.; Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertraten Martin Fugmann, Vorstand und Geschäftsführer der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs.

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2023 ist Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung; Förderpartner sind der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung.

Hinweis für die Redaktionen: Ausführliche Informationen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum kostenfreien Download in der digitalen Pressemappe auf https://lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ zur Verfügung.

Für Rückfragen:

Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176 / 17 84 29 57

Deutscher Philologenverband, Michael Anders, Tel. 0179 / 42 49 358

E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de

Der Wettbewerb

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Er geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Philologenverbands DPhV und der Vodafone Stiftung Deutschland aus dem Jahr 2008 zurück. Im Wettbewerb „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wurden die zwei Konzepte „Unterricht innovativ“, durchgeführt von 2003 bis 2008 vom Deutschen Philologenverband, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und der Stiftung Industrieforschung, und „Pisagoras – Deutscher Lehrerpreis“ miteinander verknüpft. Initiatorin von „Pisagoras“ war Prof. Susanne Porsche.

Die Heraeus Bildungsstiftung

Die Heraeus Bildungsstiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hanau. Sie setzt sich seit über 55 Jahren für Bildungsthemen ein und konzentriert sich seit mehr als 20 Jahren auf Führungs- und Strategiefragen sowie Personal- und Organisationsentwicklung in Schulen. Die Stiftung vermittelt Schulleitungen und Lehrkräften Kompe¬tenzen in Management-, Kommunikations- und Führungsfragen. Mit ihren bundesweiten Veranstaltungen unterstützt sie jährlich über 9.500 Schulleiter und Schulleiterinnen und Lehrkräfte in ihrer Arbeit. Seit 2017 wird sie vom Hessischen Kultusministerium mit der Qualifizierung für Schulleiter und Schulleiterinnen in Hessen (QSH) beauftragt, andere Bundes¬länder schlossen sich dem inzwischen an. Daneben fördert die Heraeus Bildungsstiftung mit interdisziplinären Dialog-Veranstaltungen den Gedankenaustausch zwischen Schule, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und greift dabei aktuelle, bildungsrelevante Themen auf. Mehr Infos unter www.heraeus-bildungsstiftung.de.

Der Deutsche Philologenverband (DPhV)

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der Philologenverbände der Bundesländer. Die Mitglieder sind Lehrkräfte an Gymnasien und anderen Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen, sowie Lehrbeauftragte an den Hochschulen, vornehmlich in der Lehrerbildung. Der Verband wurde 1903 in Halle gegründet und organisiert zurzeit 90.000 Einzelmitglieder in 15 Landesverbänden. Er unterstützt die Zusammenarbeit mit Lehrerverbänden im In- und Ausland und ist Mitglied im „dbb beamtenbund und tarifunion“ und im Deutschen Lehrerverband (DL). Verbandsziele sind die Mitarbeit an der Entwicklung des Bildungswesens auf der Grundlage einer sachgerechten Bildungspolitik, die Erhaltung des Gymna¬siums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern sowie die Förderung und Weiterentwicklung des Gymnasiums und anderer Bildungseinrichtungen, die zum Abitur führen. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, die große Bedeutung gymnasialer Bildung für die hohe Qualität des deutschen Schul- und Bildungswesens auch in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. www.dphv.de

Schirmherrin

Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung

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Thorsten Timmerarens
Heraeus Bildungsstiftung
Tel. 0176 / 17 84 29 57
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Victoria Hildebrand
Deutscher Philologenverband
Tel. 0179 42 49 358
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