Berlin/Hanau, 23. Februar 2026 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger aus Sachsen geehrt.
Conrad Clemens, Staatsminister für Kultus des Freistaates Sachsen: „Engagierte Lehrkräfte und verantwortungsvolle Schulleitungen sind das, was unsere Schulen ausmacht. Es freut mich, dass in diesem Jahr zwei Auszeichnungen nach Sachsen gehen. Mit Philipp Limmer wird in der Kategorie ‚Ausgezeichnete Lehrkräfte‘ ein Lehrer geehrt, der für seine Schülerinnen und Schüler weit über den Unterricht hinaus da ist – ob als Vertrauensperson, Wertevermittler oder als Mensch auf Augenhöhe. In der Kategorie ‚Vorbildliche Schulleitung‘ wird ein Team ausgezeichnet, das durch Offenheit, Dialogbereitschaft und ein stets offenes Ohr überzeugt. Herzlichen Glückwunsch an Jenny Krzyzaniak, Svetlana Thieme und Kati Klinzing von der Denis-Diderot-Oberschule in Leipzig zum Gewinn des ersten Preises. Beide Auszeichnungen unterstreichen, dass Schule dort gut gelingt, wo Engagement, Vertrauen und Verantwortung zusammenkommen. Dass die Nominierungen durch die eigenen Schülerinnen und Schüler sowie durch das Kollegium erfolgt, ist ein besonderer Vertrauensbeweis und verleiht dem Preis noch mehr Gewicht. Ich gratuliere den Gewinnern und danke ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz an Sachsens Schulen.“
Zu den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gehört Philipp Limmer, Lehrer für Mathematik und Geographie sowie Fachleiter Inklusion an der Zentralschule Adorf/Vogtland – Oberschule. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von ihren Schülerinnen und Schülern der letzten beiden Abschlussjahrgänge für die Auszeichnung nominiert. Bei Philipp Limmer hoben diese sein Engagement, die kreative Unterrichtsgestaltung, die Vermittlung von Werten, seine Hilfsbereitschaft und den Respekt hervor. Er sei Vertrauensperson und habe immer ein offenes Ohr.
Zitiert aus der Nominierung:
- Er war immer für uns da, und zwar weit über das übliche Maß hinaus. Er machte nicht nur guten Unterricht, sondern nahm sich viel zusätzliche Zeit für uns.
- Herr Limmer hatte immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen. Er wollte immer wissen, was in der Klasse so los ist.
- Er brachte uns bei, wie wichtig es ist, auch an andere zu denken und Respekt vor deren Arbeit zu haben.
- Herr Limmer zeigte seine Wertschätzung immer in der Art, wie er mit uns redete. Nie von oben herab, sondern immer auf Augenhöhe.
- Heute, nachdem die Schule geschafft ist, bin ich überzeugt, den besten Lehrer gehabt zu haben, den man sich hätte wünschen können.
- Er ist nicht nur ein guter Lehrer, sondern ist in diesen Jahren eine absolute Vertrauensperson für uns geworden.
In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ wählte die Jury eine Preisträgerin und zwei Teams aus, die von ihren Kollegien vorgeschlagen wurden. Der erste Preis ging an Jenny Krzyzaniak, Svetlana Thieme und Kati Klinzing von der Denis-Diderot-Schule – Oberschule der Stadt Leipzig. Schulleiterin Jenny Krzyzaniak unterrichtet Mathematik und Gemeinschaftskunde, Svetlana Thieme (stv. Schulleiterin) Russisch, Französisch, Wirtschaft-Technik-Haushalt (WTH) und Technik/Computer (TC), die Fachleiterin Inklusion Kati Klinzing Chemie und Biologie.
Das Kollegium schätzt besonders, dass das Schulleitungsteam nicht über Köpfe hinweg entscheidet, sondern im Dialog – mit Herz, Verstand und Blick auf die nachhaltige Wirkung für die gesamte Schulgemeinschaft. Das Leitungsteam hat der Nominierung zufolge ein inklusives Lernumfeld geschaffen, in dem Vielfalt aktiv wertgeschätzt wird und jedes Kind die Unterstützung erhält, die es braucht. Außerdem baut das Schulleitungsteam vielfältige Kooperationen auf, um Lernen lebensnah zu gestalten und den Stadtteil aktiv einzubeziehen. Dazu gehören diverse Partnerschaften, aus denen Praktika, Berufsmesseformate, Präventionsprogramme, soziale Initiativen und kreative Projekte entstehen. Neue Kolleginnen und Kollegen erleben eine Willkommenskultur, in der Haltung, Vertrauen und Beziehung im Mittelpunkt stehen. Das Schulleitungsteam schafft ein stabiles Vertrauensklima, in dem das Kollegium gern Verantwortung übernimmt.
Zitiert aus der Nominierung:
- „Dieses Team ist nicht nur das denkende Gehirn, sondern auch das fühlende Herz. Mit offener Tür, klarem Blick und echtem Vertrauen. Sie sieht die Menschen hinter den Geschichten: Lehrkräfte, Eltern, vor allem aber unsere Schülerinnen und Schüler.“
- „Ein unschätzbares Geschenk dabei: der Humor unseres Schulleitungsteams – ehrlich, wohltuend und immer im richtigen Moment.“
- „Fehler begegnet man hier nicht mit Kritik, sondern mit wohlwollender Rückmeldung. Dieses vertrauensvolle Fundament ermöglicht es uns, mutig neue Wege zu beschreiten, zu experimentieren und uns stetig weiterzuentwickeln – fachlich wie menschlich.“
Detaillierte Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern mit den ausführlichen Begründungen: www.lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ und www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/.
Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahrgangs aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus wurden in der Wettbewerbsrunde 2025 zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden, darüber hinaus gibt es ein jährliches Exzellenzcamp sowie ein Alumni-Netzwerk.
Neue Kategorie „Starke Grundschule“ ab Wettbewerbsrunde 2026
In der 17. Runde des Wettbewerbs können sich Grundschullehrkräfte erstmals mit ihren Konzepten und Lernvorhaben für die neue Kategorie „Starke Grundschule“ bewerben. Hier wird gezielt die pädagogische Qualität von Grundschulunterricht in den Mittelpunkt gestellt. Ausgezeichnet werden Lehr- und Lernkonzepte, die das Kind mit den individuellen Potenzialen, Lebenswelten und Voraussetzungen in den Fokus nehmen und diese mit einer systematischen Stärkung von Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben, Sprache und Mathematik mit sozial-emotionalem Lernen verbinden und so die Persönlichkeit stärken. Ziel ist es, Grundschullehrkräfte für gute (Lern)Praxis in deutschen Grundschulen zu würdigen, die Kinder nachhaltig für ihren weiteren Bildungsweg vorbereitet, Bildungsgerechtigkeit fördert und Teilhabe ermöglicht. Auch in dieser Kategorie werden drei Preise vergeben. Weitere Informationen unter www.lehrkraeftepreis.de/der-wettbewerb/starke-grundschule
Die Jury
Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildungsbereich entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2025 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel):
Dr. Bernd Uwe Althaus, Staatssekretär für Bildung im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Freistaates Thüringen / Jürgen Böhm, Staatssekretär für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt / Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd / Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB) / Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags / Bettina Jorzik, Programmleiterin für Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V. / Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft / Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz / Prof. Dr. Dr. h.c. Eckhard Klieme, Research Fellow am DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main, Goethe-Universität Frankfurt / Dr. Sven Mohr, Bundesvorsitzender des Bundesverbands der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. und Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Flensburg / Kerstin Ines Müller, Leiterin der Abteilung Schulen im Landesamt für Schule und Bildung Sachsen und Vorstand der VGS – Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsen e.V. / Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus, Herausgeber News4teachers / Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin Stiftung / Lutz Roschker, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung / Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D. / Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg / Dario Schramm, ehem. Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz / Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertreten Martin Fugmann, Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs.
Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2025 war Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2025; Förderpartner waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung.
Hinweis für die Redaktionen: Weitere Informationen mit den ausführlichen Begründungen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum Download in der digitalen Pressemappe unter www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/ zur Verfügung.
Für Rückfragen:
Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176/17842957
Deutscher Philologenverband, Victoria Hildebrand, Tel. 0179/4249358
E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de
Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Sie zeichnen Menschen und Unterrichtsprojekte aus, die Schule besser machen: Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler stärken. Schulleitungen, die Ihr Kollegium mit Weitblick motivieren. Lehrkräfte-Teams, die mit innovativen Unterrichtsprojekten begeistern. www.lehrkraeftepreis.de
Die Heraeus Bildungsstiftung engagiert sich für Schulen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und ihre Zukunft mit Zuversicht gestalten können. Dafür unterstützt sie Schulleitungen und Lehrkräfte, die diesen Wandel vor Ort möglich machen. Im Mittelpunkt stehen Weiterbildungen, Qualifizierungen und Netzwerke mit den Schwerpunkten Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Beziehungskultur. Grundlage aller Programme sind wissenschaftlich fundierte Ansätze – von der Positiven Psychologie über Growth Mindset bis zur evidenzbasierten Schulentwicklung – verbunden mit praxisnaher Begleitung. 2025 feierte die Heraeus Bildungsstiftung ihr 60-jähriges Jubiläum. www.heraeus-bildungsstiftung.de
Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der 15 Philologenverbände der Bundesländer. Er vertritt rund 90.000 Mitglieder – Lehrkräfte an Gymnasien, an zum Abitur führenden Bildungseinrichtungen sowie Lehrbeauftragte an Hochschulen, insbesondere in der Lehrkräftebildung. Seit seiner Gründung 1903 setzt sich der DPhV für eine hochwertige gymnasiale Bildung ein. Er arbeitet eng mit Lehrerverbänden im In- und Ausland zusammen und ist Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion sowie im Deutschen Lehrerverband (DL). Der Verband engagiert sich für eine verantwortungsvolle Bildungspolitik und für den Erhalt des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern. Ein zentrales Anliegen ist es, die Bedeutung gymnasialer Bildung in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. www.dphv.de

