Pressemeldung

| Ausgezeichnete Lehrkräfte, Unterricht innovativ
| Bayern

„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2025 verliehen: Auszeichnung in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ für Serhat Gökce von der Beruflichen Schule 9 Nürnberg / Dritter Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ an Holger Seefried und Team vom Deutschhaus-Gymnasium Würzburg

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus zehn Bundesländern: Baden-Württemberg (Biberach, Heidelberg, Ravensburg), Bayern (Nürnberg, Würzburg), Berlin, Brandenburg (Potsdam), Hamburg, Hessen (Griesheim, Kelkheim), Mecklenburg-Vorpommern (Demmin), Nordrhein-Westfalen (Duisburg, Gütersloh, Köln, Oberhausen), Sachsen (Adorf, Leipzig), Schleswig-Holstein (Rendsburg). Ab jetzt bewerben für 2026 unter www.lehrkraftepreis.de // Ab sofort auch Einreichungen für die neue Kategorie „Starke Grundschule“ möglich.

Berlin/Hanau, 23. Februar 2026 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger aus Bayern geehrt.  

Anna Stolz, Bayerische Staatsministerin für Unterricht und Kultus sowie Präsidentin der Bildungsministerkonferenz: „Lehrkräfte sind so viel mehr als Wissensvermittler: Sie sind Wegbegleiter, Mutmacher und Kompass in entscheidenden Lebensjahren. Gute Bildung steht nicht im Schulbuch, sondern im Miteinander. Unsere Lehrkräfte vermitteln Kompetenzen. Das heißt in der heutigen Zeit vor allem auch, junge Menschen stark und resilient für herausfordernde Zeiten zu machen. Gute Bildung verbindet immer Kopf, Herz und Körper – von verantwortungsvoller digitaler Bildung bis zu Sport und Bewegung. Schule ist und bleibt ein sozialer Ort, wo echte Herzensbildung von Mensch zu Mensch stattfindet. Ich danke herzlich allen Lehrkräften, die diese Herausforderung jeden Tag mit Engagement und Haltung annehmen.“ 

Zu den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gehört Serhat Gökce, er unterrichtet Kaufmännische Steuerung und Kontrolle (KSK), Büromanagementprozesse und Informationsverarbeitung an der Beruflichen Schule 9 Nürnberg 

Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von ihren Schülerinnen und Schülern der letzten beiden Abschlussjahrgänge für die Auszeichnung nominiert. Bei Serhat Gökce hoben diese seine verständliche und motivierende Wissensvermittlung, die Unterstützung im Unterricht, sein Engagement für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler, das offene Ohr für Sorgen und Probleme und seinen Humor hervor. Er sei immer ansprechbar, hilfsbereit, eine Vertrauensperson. 

Zitiert aus der Nominierung:  

  • Er hat immer ein offenes Ohr für unsere Sorgen (fast rund um die Uhr) und setzt sich dafür ein, dass wir nach unserer schulischen Ausbildung erfolgreich ins Berufsleben starten können. 
  • Herr Gökce vermittelt Wissen auf eine verständliche und motivierende Art und Weise. Er bevorzugt keinen Schüler, akzeptiert unterschiedliche Meinungen und fördert den respektvollen Umgang miteinander. 
  • Wir danken Herrn Gökce von Herzen für seine Großzügigkeit, seine Geduld und sein Engagement. Er ist für uns nicht nur der beste Lehrer, sondern war auch ein wichtiger Begleiter für uns. Wir hoffen, dass er weiterhin so bleibt, damit noch viele Schülerinnen und Schüler eine tolle Zeit mit ihm erleben dürfen. 
  • Er hilft uns intensiv bei Bewerbungen, gibt Tipps zu Lebensläufen und Vorstellungsgesprächen und nutzt sein Netzwerk, um uns bei der Suche nach Praktikums- und Arbeitsplätzen zu unterstützen. 
  • Herr Gökce ist nicht nur ein Lehrer, sondern ein Vorbild und Freund, dem wir vertrauen können. 

In der Kategorie „Unterricht innovativ“ ging der dritte Preis an Holger Seefried und sein Team, u.a. mit Christiane Fenner, Ilona Landgraf und Hans Paulini vom Deutschhaus-Gymnasium Würzburg für ihr Projekt „Science Fair – Forschen für die Zukunft“. Holger Seefried unterrichtet wie Christiane Fenner und Ilona Landgraf Biologie und Chemie, Haus Paulini Physik und Mathematik. 

Das Projekt „Science Fair – Forschen für die Zukunft“ im Fachverbund MINT ist für Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe konzipiert und wird seit fast 15 Jahren erfolgreich durchgeführt. Naturwissenschaftliches Forschen soll damit praxisnah, eigenverantwortlich und motivierend gestaltet werden. Die Themen werden selbst gewählt und reichen von sportwissenschaftlichen Untersuchungen über Konstruktion, Statik, Programmierung bis hin zu biologischen Fragestellungen, Musik oder Tierverhalten. Das Projekt eignet sich auch zur Mädchenförderung und Talententdeckung. Schülerinnen, die im regulären MINT-Unterricht weniger Interesse zeigen, engagieren sich oft besonders intensiv, während unauffällige Schülerinnen und Schüler besondere Fähigkeiten und Talente entdecken, die sonst unbemerkt bleiben würden. Die Präsentation der Ergebnisse vor einer Jury, den Eltern und Gästen stärkt soziale Kompetenzen und ihre Fähigkeit, komplexe Inhalte verständlich und präzise zu vermitteln. Das direkte, nicht benotete Feedback der Jury und des Publikums vermittelt Anerkennung und stärkt das Selbstbewusstsein. Ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten, dass die „Science Fair“ entscheidend für ihre Studien- oder Berufswahl im MINT-Bereich war. 

Zitiert aus den Gutachten:  

  • „Bei diesem Projekt werden Schülerinnen und Schüler nachhaltig für die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen motiviert und erlernen deren sorgfältige Bearbeitung mit Unterstützung der schuleigenen Lehrkräfte sowie externer Partner. Dadurch werden in hervorragender Art und Weise die naturwissenschaftliche Arbeitsweise und deren Techniken erlernt. […] Vor allem die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind hier hervorzuheben.“ 
  • „Bemerkenswert ist die Bandbreite der von den Schülerinnen und Schülern selbst gewählten Themen, die je nach Interesse der Teams sich einem oder mehreren naturwissenschaftlichen Fächern zuordnen lassen und einen direkten Alltagsbezug haben. Rahmenvorgaben allgemeinwissenschaftlicher Art werden in exzellenter Weise durch die handlungsorientierte Forschung der Schülerteams erfüllt.“ 
  • „Ein sehr gelungenes Projekt, um das Interesse der Lernenden an MINT-Themen sowie Verständnis für den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg nachhaltig zu fördern.“ 

Detaillierte Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern mit den ausführlichen Begründungen: www.lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ und www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/. 

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahrgangs aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus wurden in der Wettbewerbsrunde 2025 zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden, darüber hinaus gibt es ein jährliches Exzellenzcamp sowie ein Alumni-Netzwerk. 

Neue Kategorie „Starke Grundschule“ ab Wettbewerbsrunde 2026 

In der 17. Runde des Wettbewerbs können sich Grundschullehrkräfte erstmals mit ihren Konzepten und Lernvorhaben für die neue Kategorie „Starke Grundschule“ bewerben. Hier wird gezielt die pädagogische Qualität von Grundschulunterricht in den Mittelpunkt gestellt. Ausgezeichnet werden Lehr- und Lernkonzepte, die das Kind mit den individuellen Potenzialen, Lebenswelten und Voraussetzungen in den Fokus nehmen und diese mit einer systematischen Stärkung von Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben, Sprache und Mathematik mit sozial-emotionalem Lernen verbinden und so die Persönlichkeit stärken. Ziel ist es, Grundschullehrkräfte für gute (Lern)Praxis in deutschen Grundschulen zu würdigen, die Kinder nachhaltig für ihren weiteren Bildungsweg vorbereitet, Bildungsgerechtigkeit fördert und Teilhabe ermöglicht. Auch in dieser Kategorie werden drei Preise vergeben. Weitere Informationen unter www.lehrkraeftepreis.de/der-wettbewerb/starke-grundschule 

Die Jury 

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildungsbereich entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2025 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel):  

Dr. Bernd Uwe Althaus, Staatssekretär für Bildung im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Freistaates Thüringen / Jürgen Böhm, Staatssekretär für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt / Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd / Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB) / Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags / Bettina Jorzik, Programmleiterin für Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V. / Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft / Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz / Prof. Dr. Dr. h.c. Eckhard Klieme, Research Fellow am DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main, Goethe-Universität Frankfurt / Dr. Sven Mohr, Bundesvorsitzender des Bundesverbands der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. und Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Flensburg / Kerstin Ines Müller, Leiterin der Abteilung Schulen im Landesamt für Schule und Bildung Sachsen und Vorstand der VGS – Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsen e.V. / Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus, Herausgeber News4teachers / Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin Stiftung / Lutz Roschker, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung / Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D. / Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg / Dario Schramm, ehem. Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz / Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertreten Martin Fugmann, Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs. 

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2025 war Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2025; Förderpartner waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung. 

Hinweis für die Redaktionen: Weitere Informationen mit den ausführlichen Begründungen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum Download in der digitalen Pressemappe unter www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/ zur Verfügung. 

 

Für Rückfragen:
Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176/17842957
Deutscher Philologenverband, Victoria Hildebrand, Tel. 0179/4249358
E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de 

 


 

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Sie zeichnen Menschen und Unterrichtsprojekte aus, die Schule besser machen: Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler stärken. Schulleitungen, die Ihr Kollegium mit Weitblick motivieren. Lehrkräfte-Teams, die mit innovativen Unterrichtsprojekten begeistern. www.lehrkraeftepreis.de

Die Heraeus Bildungsstiftung engagiert sich für Schulen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und ihre Zukunft mit Zuversicht gestalten können. Dafür unterstützt sie Schulleitungen und Lehrkräfte, die diesen Wandel vor Ort möglich machen. Im Mittelpunkt stehen Weiterbildungen, Qualifizierungen und Netzwerke mit den Schwerpunkten Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Beziehungskultur. Grundlage aller Programme sind wissenschaftlich fundierte Ansätze – von der Positiven Psychologie über Growth Mindset bis zur evidenzbasierten Schulentwicklung – verbunden mit praxisnaher Begleitung. 2025 feierte die Heraeus Bildungsstiftung ihr 60-jähriges Jubiläum. www.heraeus-bildungsstiftung.de

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der 15 Philologenverbände der Bundesländer. Er vertritt rund 90.000 Mitglieder – Lehrkräfte an Gymnasien, an zum Abitur führenden Bildungseinrichtungen sowie Lehrbeauftragte an Hochschulen, insbesondere in der Lehrkräftebildung. Seit seiner Gründung 1903 setzt sich der DPhV für eine hochwertige gymnasiale Bildung ein. Er arbeitet eng mit Lehrerverbänden im In- und Ausland zusammen und ist Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion sowie im Deutschen Lehrerverband (DL). Der Verband engagiert sich für eine verantwortungsvolle Bildungspolitik und für den Erhalt des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern. Ein zentrales Anliegen ist es, die Bedeutung gymnasialer Bildung in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. www.dphv.de

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Thorsten Timmerarens
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