Pressemeldung

| Ausgezeichnete Lehrkräfte, Unterricht innovativ
| Hessen

„Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ 2025 verliehen: Auszeichnung in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ für Roland Struwe von der Eichendorffschule Kelkheim / Zweiter Preis in der Kategorie „Unterricht innovativ“ an Alexandra Baum und Philipp Rohleder von der Gerhart-Hauptmann-Schule Griesheim

Insgesamt gingen 18 Auszeichnungen an Lehrkräfte und Teams sowie Schulleitungen aus zehn Bundesländern: Baden-Württemberg (Biberach, Heidelberg, Ravensburg), Bayern (Nürnberg, Würzburg), Berlin, Brandenburg (Potsdam), Hamburg, Hessen (Griesheim, Kelkheim), Mecklenburg-Vorpommern (Demmin), Nordrhein-Westfalen (Duisburg, Gütersloh, Köln, Oberhausen), Sachsen (Adorf, Leipzig), Schleswig-Holstein (Rendsburg). Ab jetzt bewerben für 2026 unter www.lehrkraftepreis.de // Ab sofort auch Einreichungen für die neue Kategorie „Starke Grundschule“ möglich.

Berlin/Hanau, 23. Februar 2026 – Im Rahmen der festlichen Preisverleihung in Berlin zum bundesweiten Wettbewerb „Deutscher Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“, der von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, wurden auch Preisträgerinnen und Preisträger aus Hessen geehrt.  

Armin Schwarz, Minister für Kultus, Bildung und Chancen des Landes Hessen: „Lehrkräfte können den Lebensweg ihrer Schülerinnen und Schüler ganz entscheidend prägen. Ob durch eine besondere Fähigkeit, die sie entdecken und fördern, eine Leidenschaft, die sie in ihnen wecken oder die Werte, die sie vermitteln. Dass gleich zwei Auszeichnungen – für eine ausgezeichnete Lehrkraft und für innovativen Unterricht – des Deutschen Lehrkräftepreis nach Hessen gehen, freut mich besonders. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern recht herzlich und bedanke mich für die ausgezeichnete Arbeit, die sie für ihre Schülerinnen und Schüler leisten.“ 

Zu den insgesamt zehn Preisträgerinnen und Preisträgern in der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ gehört Roland Struwe, Lehrer für Geschichte, Politik und Wirtschaft an der Eichendorffschule Kelkheim. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von ihren Schülerinnen und Schülern der letzten beiden Abschlussjahrgänge für die Auszeichnung nominiert. Bei Roland Struwe hoben diese sein ausgezeichnetes Fachwissen, den hohen persönlichen Einsatz und die individuelle Förderung hervor. Er sei Vorbild und verbinde Anspruch und Unterstützung. 

Zitiert aus der Nominierung:  

  • Jede Stunde ist individuell vorbereitet, er geht auf Stärken und Schwächen seiner Schüler gezielt ein, fördert jede einzelne Stärke und Schwäche individuell. 
  • Seine individuell für den Unterricht erstellten Powerpoints werden […] inzwischen sogar von Schülern zur Abiturvorbereitung in Mecklenburg-Vorpommern genutzt. 
  • Mit der Schülerfirma, bei der er mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse innerhalb eines Jahres ein Start-up konzipiert, aufzieht und tatsächlich bewirtschaftet, […] konnte er […] fast 10 Mal den jährlichen Landeswettbewerb der Schülerfirmen in Hessen gewinnen, einmal den Bundeswettbewerb, danach auch den dritten Platz des Europawettbewerbs und zahlreiche Treppchensiege. 
  • Sein persönlicher Einsatz war unfassbar und habe ich so noch nie bei Lehrkräften erlebt. 
  • Persönlich habe ich Herrn Struwe zu verdanken, dass ich überhaupt mein Abitur geschafft habe. 
  • Herr Struwe ist für mich nicht nur ein Lehrer, sondern ein Mentor geworden. 
  • Mit der Schülerzeitung führt er Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen an die Medienarbeit und ihre positiven sowie kritischen Seiten heran, veröffentlicht sogar in regionalen Zeitungen Beiträge unter der Kolumne „Die Schülerreporter“. 

In der Kategorie „Unterricht innovativ“ ging der zweite Preis an das Team Alexandra Baum und Philipp Rohleder von der Gerhart-Hauptmann-Schule Griesheim für ihr Projekt „Podcast im Deutschunterricht“. Alexandra Baum unterrichtet Deutsch und Sport, sie leitet die Gymnasiale Oberstufe. Philipp Rohleder ist Lehrer für Informatik und Chemie. 

Das Projekt wurde im Grundkurs Deutsch der Jahrgangsstufe 13 konzipiert und verbindet literarische Analyse mit moderner Medienproduktion: Ergebnis sollte ein Podcast zum Roman „Heimsuchung“ von Jenny Erpenbeck sein und den Schülerinnen und Schülern so einen lebendigen, kreativen und praxisnahen Zugang zu einer abiturrelevanten Lektüre bieten. 

Die Schülerinnen und Schüler erstellten einen rund 30-minütigen, professionell produzierten Podcast, der literarische Reflexion, eigene Interpretationen und ein Interview mit der Autorin kombinierte. Dieser forderte Kreativität, kritisches Denken, Medienkompetenz und Teamarbeit. Durch das Treffen mit der Autorin Jenny Erpenbeck auf der Leipziger Buchmesse erlebten sie Literatur nicht mehr als abstraktes Unterrichtsthema, sondern als lebendigen Dialog. „Dass wir mit der Autorin Jenny Erpenbeck persönlich sprechen konnten, war ein absolutes Highlight“, betonte eine mitwirkende Schülerin. Belohnt wurde das Engagement durch den ersten Platz beim bundesweiten Wettbewerb „BÜCHERALARM“ und zeigte den Lernenden, wie aus schulischer Arbeit ein öffentlich wirksames Medienprodukt entstehen kann. 

Zitiert aus den Gutachten:  

  • „Neue Wege für den Literaturunterricht zu suchen, Interpretieren nicht als Selbstzweck, sondern als Ausgangspunkt für Diskussion und Darstellung im öffentlichen Raum – wunderbar!“ 
  • „Literatur als gesellschaftliches Phänomen zu begreifen, das sich eben nicht nur in versponnenen Hinterstuben abspielt, muss in diesem Projekt als beispielhaft gelungen gelten.“ 
  • „Sehr hohe und gut begründende Anknüpfung an aktuelle Lehrpläne und der für die nächsten drei Abiturjahrgänge bundesweit relevanten Literatur (Heimsuchung von Jenny Erpenbeck, 2008). Für die Schüler eine neue, motivierende Herangehensweise an ‚Literatur‘.“ 

Detaillierte Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern mit den ausführlichen Begründungen: www.lehrkraeftepreis.de/preistraegerinnen/ und www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/. 

Der „Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ“ wird in drei Kategorien vergeben: In der Kategorie „Ausgezeichnete Lehrkräfte“ nominieren Schülerinnen und Schüler des laufenden und vorherigen Abschlussjahrgangs aus dem Sekundarbereich ihre besonders engagierten Lehrkräfte, die das verantwortungsvolle Miteinander fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die Kategorie „Unterricht innovativ“ wendet sich an Lehrkräfte im Sekundarbereich an deutschen Schulen, die Unterrichtsmodelle für die Schule der Zukunft konzipieren und mit innovativen Unterrichtsideen arbeiten. In der Kategorie „Vorbildliche Schulleitung“ nominieren Kollegien aus allen Schulformen ihre Schulleitung oder auch Schulleitungsteams. Darüber hinaus wurden in der Wettbewerbsrunde 2025 zwei Sonderpreise vergeben: Der Sonderpreis „Umwelt und Nachhaltigkeit“, ausgelobt vom Cornelsen Verlag, und der Sonderpreis „Kulturelle Bildung“, ausgelobt von der PwC-Stiftung. Die Preisgelder sind zweckgebunden und sollen für Projekte im Unterricht verwendet werden, darüber hinaus gibt es ein jährliches Exzellenzcamp sowie ein Alumni-Netzwerk. 

Neue Kategorie „Starke Grundschule“ ab Wettbewerbsrunde 2026 

In der 17. Runde des Wettbewerbs können sich Grundschullehrkräfte erstmals mit ihren Konzepten und Lernvorhaben für die neue Kategorie „Starke Grundschule“ bewerben. Hier wird gezielt die pädagogische Qualität von Grundschulunterricht in den Mittelpunkt gestellt. Ausgezeichnet werden Lehr- und Lernkonzepte, die das Kind mit den individuellen Potenzialen, Lebenswelten und Voraussetzungen in den Fokus nehmen und diese mit einer systematischen Stärkung von Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben, Sprache und Mathematik mit sozial-emotionalem Lernen verbinden und so die Persönlichkeit stärken. Ziel ist es, Grundschullehrkräfte für gute (Lern)Praxis in deutschen Grundschulen zu würdigen, die Kinder nachhaltig für ihren weiteren Bildungsweg vorbereitet, Bildungsgerechtigkeit fördert und Teilhabe ermöglicht. Auch in dieser Kategorie werden drei Preise vergeben. Weitere Informationen unter www.lehrkraeftepreis.de/der-wettbewerb/starke-grundschule 

Die Jury 

Die Auswahl der Bewerbungen erfolgte in einem zweistufigen Verfahren. Nach einer intensiven Begutachtungsphase durch Expertinnen und Experten aus Schule und Bildungsbereich entschied über die Preisträgerinnen und Preisträger aller Kategorien der Wettbewerbsrunde 2025 eine prominent besetzte Jury unter der Leitung von Prof. Dr. David-S. Di Fuccia (Universität Kassel):  

Dr. Bernd Uwe Althaus, Staatssekretär für Bildung im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Freistaates Thüringen / Jürgen Böhm, Staatssekretär für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt / Florence Brokowski-Shekete, Fachbereichsleiterin Sekundarstufe 1 am Staatlichen Schulamt Mannheim und Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd / Prof. Dr. Kathrin Fussangel, Professorin für Empirische Schulforschung an der Bergischen Universität Wuppertal, Institut für Bildungsforschung (IfB) / Christine Hauck, Geschäftsführerin Didaktik & Content des Cornelsen Verlags / Bettina Jorzik, Programmleiterin für Hochschullehre, Lehrkräftebildung und Diversität des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft e.V. / Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Sachbuchautor, Sprachwissenschaftler, Honorarprofessor an der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft / Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz / Prof. Dr. Dr. h.c. Eckhard Klieme, Research Fellow am DIPF, Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation Frankfurt/Main, Goethe-Universität Frankfurt / Dr. Sven Mohr, Bundesvorsitzender des Bundesverbands der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V. und Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Flensburg / Kerstin Ines Müller, Leiterin der Abteilung Schulen im Landesamt für Schule und Bildung Sachsen und Vorstand der VGS – Vereinigung der Gymnasialdirektoren Sachsen e.V. / Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus, Herausgeber News4teachers / Julia Röhrich, Programmleitung Lernen & Partizipation der Schöpflin Stiftung / Lutz Roschker, Vorstandsmitglied der PwC-Stiftung / Sylvia Ruppel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Hanau a.D. / Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg / Dario Schramm, ehem. Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz / Martin Spiewak, Mitglied der Redaktion Wissen der Wochenzeitung DIE ZEIT. Darüber hinaus vertreten Martin Fugmann, Vorstand der Heraeus Bildungsstiftung, sowie Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, die Träger des Wettbewerbs. 

Die Träger des Wettbewerbs, die Heraeus Bildungsstiftung und der Deutsche Philologenverband, wollen mit der Auszeichnung die Leistungen von Lehrkräften, Lehrkräfte-Teams sowie Schulleitungen würdigen und in den Vordergrund der öffentlichen Wahrnehmung rücken. Die Schirmherrin der Wettbewerbsrunde 2025 war Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2025; Förderpartner waren der Cornelsen Verlag, die PwC-Stiftung und die Schöpflin Stiftung. 

Hinweis für die Redaktionen: Weitere Informationen mit den ausführlichen Begründungen und druckfähige Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger stehen zum Download in der digitalen Pressemappe unter www.lehrkraeftepreis.de/presse/downloads/ zur Verfügung. 

 

Für Rückfragen:
Heraeus Bildungsstiftung, Thorsten Timmerarens, Tel. 0176/17842957
Deutscher Philologenverband, Victoria Hildebrand, Tel. 0179/4249358
E-Mail: presse@lehrkraeftepreis.de 

 


 

Der Deutsche Lehrkräftepreis – Unterricht innovativ wird seit 2020 von der Heraeus Bildungsstiftung und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) gemeinsam getragen und durchgeführt. Sie zeichnen Menschen und Unterrichtsprojekte aus, die Schule besser machen: Lehrkräfte, die ihre Schülerinnen und Schüler stärken. Schulleitungen, die Ihr Kollegium mit Weitblick motivieren. Lehrkräfte-Teams, die mit innovativen Unterrichtsprojekten begeistern. www.lehrkraeftepreis.de

Die Heraeus Bildungsstiftung engagiert sich für Schulen, in denen Kinder und Jugendliche ihre Stärken entfalten und ihre Zukunft mit Zuversicht gestalten können. Dafür unterstützt sie Schulleitungen und Lehrkräfte, die diesen Wandel vor Ort möglich machen. Im Mittelpunkt stehen Weiterbildungen, Qualifizierungen und Netzwerke mit den Schwerpunkten Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Beziehungskultur. Grundlage aller Programme sind wissenschaftlich fundierte Ansätze – von der Positiven Psychologie über Growth Mindset bis zur evidenzbasierten Schulentwicklung – verbunden mit praxisnaher Begleitung. 2025 feierte die Heraeus Bildungsstiftung ihr 60-jähriges Jubiläum. www.heraeus-bildungsstiftung.de

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) ist die Dachorganisation der 15 Philologenverbände der Bundesländer. Er vertritt rund 90.000 Mitglieder – Lehrkräfte an Gymnasien, an zum Abitur führenden Bildungseinrichtungen sowie Lehrbeauftragte an Hochschulen, insbesondere in der Lehrkräftebildung. Seit seiner Gründung 1903 setzt sich der DPhV für eine hochwertige gymnasiale Bildung ein. Er arbeitet eng mit Lehrerverbänden im In- und Ausland zusammen und ist Mitglied im dbb beamtenbund und tarifunion sowie im Deutschen Lehrerverband (DL). Der Verband engagiert sich für eine verantwortungsvolle Bildungspolitik und für den Erhalt des Gymnasiums als einheitliche Schulart und durchgängiger Bildungsgang in einem mehrgliedrigen Schulwesen in allen Bundesländern. Ein zentrales Anliegen ist es, die Bedeutung gymnasialer Bildung in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. www.dphv.de

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Thorsten Timmerarens
Heraeus Bildungsstiftung
Tel. 0176 / 17 84 29 57
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Deutscher Philologenverband
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